„Keine Entscheidung gegen den Willen der Bürger oder des Vereins“

SPD-Fraktion vor Ort in Holsterhausen: Horststadion bleibt bis 2020 erhalten – und dann wird neu geprüft und bewertet. Heinz-Westphal-Haus soll ein „Bürgerhaus“ werden

Herne, im Mai 2018. „Holsterhausen gestalten!“ Unter diesem Motto hatte die SPD-Fraktion im Stadtrat zu einer weiteren Veranstaltung „Fraktion vor Ort“ eingeladen. Und dass dieses Format genau den Nerv der Bürgerinnen und Bürger trifft, zeigte der enorme Zulauf im Heinz-Westphal-Haus an der Dorstener Straße. Etwa 200 Gäste besetzten dort auch den letzten Stuhl, als SPD-Fraktionschef Udo Sobieski bei seiner Begrüßung drei „Big Points, die wir heute mit Ihnen diskutieren wollen“, skizzierte: die Zukunft des Heinz-Westphal-Hauses, den beabsichtigten Quartierspark an der Klosterstraße und die weitere Planung für das Horststadion.


Vor allem die Sportanlage brannte den Besuchern auf den Nägeln. Der Verein Arminia Holsterhausen hatte junge und alte Mitglieder zum Kommen motiviert, zudem waren Vertreter der Bürgerinitiative vor Ort, die sich für den Erhalt des Horststadions einsetzt. Fazit nach vielen Wortmeldungen, Fragen, Statements sowie einer harten, aber jederzeit fairen Diskussion: Bis Ende 2010 wird es keine Veränderungen am Status Quo geben. Udo Sobieski: „Und dann werden wir die Lage erneutprüfen und neu bewerten. Ich verspreche, dass wir keine Entscheidung
gegen die Bevölkerung und gegen den Verein treffen werden.“


Viel wird dann, so der Holsterhauser SPD-Ortsvereinsvorsitzende Heinz Schmidt, von der weiteren Belegung und Nutzung, „auch durch den Schulsport“, abhängen. Hernes Sportdezernent Johannes Chudziak rechnete vor: „Ein Umbau des Tennenplatzes plus Laufbahn in eine Kunstrasenanlage mit Tartanbahn würde bis zu zwei Mio. Euro kosten. 


Große Einigkeit herrschte beim zweiten „Big Point“: Alle Holsterhauser begrüßten den Plan der SPD und der Verwaltung, das Heinz-Westphal-Haus in ein Stadt- und Bürgerhaus umzuwidmen. Udo Sobieski: „Das soll ein echter Anlaufpunkt für die Bürgerinnen und Bürger werden, daran mangelt es nämlich hier im Stadtteil.“ Im ersten Schritt soll jetzt in Kooperation mit dem Gebäudemanagement eine Struktur entwickelt werden, das Haus nicht nur zu erhalten, sondern es auch mit Leben zu füllen. Hier setzt die SPD auf die Mitarbeit von Vereinen, Verbänden und Organisationen aus Holsterhausen.


Quartierspark Klosterstraße soll „zeitnah“ gebaut werden
Auch der vorgesehene Quartierspark Klosterstraße soll den Stadtteil nach den Plänen der SPD aufwerten. „Und zwar zeitnah“, so Udo Sobieski, „denn auf den Park haben die Holsterhauser schon viel zu lange warten müssen“. Inzwischen seien alle Eigentumsverhältnisse aber geklärt und die SPD steht hinter den Plänen von Baudezernent Karlheinz Friedrichs, den Park mit Mitteln aus dem Landesförderprogramm „Soziale Integration“ sowie noch zu akquirierendem Eigenmitteln durch den Verkauf von wenigen Wohngrundstücken zu bauen. Über die Förderzusage will das Land Mitte des Jahres 2018 entscheiden.